CERCBET 1

Validierung der Prognose des Befallsbeginns durch Cercospora

Cercospora beticola ist die wichtigste Blattkrankheit der Zuckerrübe in der Schweiz. Sie wird leicht mit Bakterienflecken verwechselt, welche durch Pseudomonas verursacht werden. Durch die Verwechslungsgefahr ist es in der Praxis besonders schwierig den Befallsbeginn von Cercospora korrekt festzustellen.

Das Prognosemodell CERCBET 1 berechnet anhand von Wetterdaten und der durchschnittlichen Befallsstärke des Vorjahres in der Region den Befallsbeginn von Cercospora. Zur Verfügung gestellt wird das Modell von der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP) in Deutschland auf der Plattform isip.de.

Im Jahr 2021 führen die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL), die Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau (SFZ) sowie kantonale Partner ein Cercospora-Monitoring auf rund 50 Praxisparzellen im gesamtem Mittelland durch. Dieses Monitoring dient der Validierung der Prognose von CERCBET 1.

Die folgende Karte zeigt die aktuellen Ergebnisse aus dem Monitoring und der Prognose. Jeder Punkt bezieht sich auf eine Parzelle im Monitoring.

Cercospora Karte 20210727 DE

Beim ersten bestätigten Cercospora-Befall in der Monitoring-Parzelle erscheint der Punkt in der Karte rot. Ist der Punkt orange ergab die Prognose eine Befallswahrscheinlichkeit von 50 % oder mehr. In diesen beiden Fällen sollen Rübenpflanzer ihre Parzellen auf Cercospora kontrollieren. Im Juli ist die Bekämpfungsschwelle bei 1-2 schwach befallenen Pflanzen pro Are oder einem grösseren Befallsherd im Bestand erreicht. Im August bis Anfang September liegt die Bekämpfungsschwelle bei 1-2 kleinen Befallsnestern pro Are oder einem grösseren Befallsherd im Bestand.

Ein gelber Punkt zeigt an, dass ein Erstbefall gemäss der wetterbasierten Prognose möglich, jedoch noch selten sichtbar sei. Wenn weder ein Befall prognostiziert noch in der Monitoringparzelle festgestellt wurde, erscheint der Punkt in der Karte grün.

An diesem grossflächigen Monitoring beteiligen sich neben der HAFL folgende Partner:

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