So trocken wie im Juli 2019

Seit über einem Monat fiel in weiten Teilen der Schweiz kaum Regen. Wie trocken sind die Böden tatsächlich? Ist von der Winternässe noch etwas übrig?

Wiesen und Weiden

Zwei unserer Sonden stehen in Wiesen oder Weiden. Ein Blick auf die Kurve zeigt, dass dort der Bodenwassergehalt so tief ist wie letztes Jahr erstmals im Juli. Eine Bewässerung im Grünland lohnt sich dennoch wirtschaftlich nur selten. Positiv kommt dem Schweizer Futterbau zu Gute, dass Wiesen und Weiden mit Gräsern, Kräutern und Leguminosen besser mit der Trockenheit zurechtkommen als reine Grasbestände. Ausserdem können etablierte Bestände auch Bodenwasser bis in 40-60 cm Tiefe nutzen – den Verlauf der Bodenfeuchte in einer Wiese in Solothurn können Sie hier verfolgen.

Blog1 weide

Getreide - wie tief reicht die Wasseraufnahme von Gerste?

Für Forschungszwecke steht eine unserer Sonden in Futtergerste. Die abflachende Kurve in den ersten 10-20 cm (1-5) zeigt, dass das Wasser in den oberen Bodenschichten aufgebraucht ist. Auf dieser Parzelle fangen die Pflanzen nun an, auch das Wasser in 30 cm (6) und in 40 cm (7) zu nutzen. Das ist für die Pflanze mit einem grösseren Energieaufwand verbunden.

Blog1 gerste

Die Trockenheit in diesem Frühling ist aussergewöhnlich. Bei baldigem Regen haben Grünland, aber auch die kleinen Zuckerrüben gute Chancen, die Trockenperiode zu kompensieren. Gefährlich ist die Trockenheit dort, wo Keimlinge zu vertrocknen drohen oder auch Schädlinge, wie der Rübenerdfloh den kleinen Pflänzchen zusätzlich zusetzen.

Diese Woche starten wir grossflächig mit der Installation der Sonden. Wir hoffen, dass Ihnen das bewaesserungsnetz.ch auch dieses Jahr für Ihre Bewässerungsplanung hilft. Bei Fragen sind wir für Sie da (Kontakt).

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